Montag, 18. Mai 2026 - Jürgen Schmidt

Klarer Sieg gegen Gegner in Unterzahl

Unser Gegner aus Drensteinfurt konnte sein erstes Brett diesmal nicht besetzen. Da wir ohnehin leicht favorisiert waren, steigerte das unsere Siegchancen, und so starteten wir mit 3 : 0 in den Mannschaftskampf.

Das blieb aber nicht lange so, denn Rudolf hatte einen unglücklichen Tag erwischt, und stellte schon in der Eröffnung einen Läufer ein. Kurz darauf unterschätzte er eine Mattdrohung, die anschließende Aufgabe war dann unvermeidlich. (4 : 3)

Aber wir haben ja unseren Peter. Er konnte in seiner Partie das Material seines Gegners vereinzeln und vom Zentrum fernhalten. Dagegen waren seine Figuren gut koordiniert, seine Läufer, Turm und Dame nahmen den recht ungeschützten weißen Monarchen ins Visier, und die gegnerische weiße Dame wurde Opfer einer Kreuzfesselung. Punkt für Peter. (7 : 4)

Antonio spielte mit den schwarzen Figuren und musste sich mit der Englischen Eröffnung auseinandersetzen. Es entstand eine sehr symmetrische Stellung. Aufgrund einiger Ungenauigkeiten seines Gegners erspielte sich Antonio einen leichten positionellen Vorteil, den er in der Folge kontinuierlich ausbaute. Den entscheidenden Gewinnzug, der ihm eine Leichtfigur eingebracht hätte, übersah er dann wie so oft in dieser Saison. Seine Stellung blieb aber weiterhin sehr angenehm, sodass man sich schließlich auf ein Remis einigte. (9 : 6)

Daniel spielte mit den weißen Steinen ein Läuferspiel, das aber bald schottischen Charakter annahm. Sein Gegner versuchte mit aller Macht, die Initiative an sich zu reißen, und opferte dafür zwei Bauern. Daniel bedankte sich und hielt einem vorübergehenden Druck stand. Bald darauf übernahm er aber das Kommando, und marschierte mit seinen beiden zentralen Mehrbauern unaufhaltsam nach vorne, bis in die siebte Reihe. Da er diesen Vorstoß noch mit einem Mattangriff verband, musste sich sein Gegner geschlagen geben. (12 : 7)

Hartmut hatte die weißen Figuren, und spielte einmal wieder seine Spezialeröffnung. Sein Gegner fand aber eine gute Verteidigung, glich das Spiel aus, und konnte zeitweise sogar einen Bauern gewinnen. Aber Hartmut hatte immer neue Ideen, Druck auszuüben, und irgendwann fand sein Gegner nicht mehr die richtige Antwort. Und wie so oft folgte dem ersten Fehler der nächste, und bald war die Stellung unhaltbar geworden. (15 : 8)

Christian spielte am zweiten Brett gegen die französiche Verteidigung, gegen die er unverhofft offensiv mit guter Stellung herauskam. Es entwickelte sich eine lange Partie, bei der sich in der Nachbesprechung beide Seiten einig waren, dass Weiß hier deutliche Vorteile hatte. Die Nachanalyse zeigte, dass ein Figurenopfer in die Königsstellung den entscheidenden Vorteil gebracht hätte. Dies hatte Christian in der Partie allerdings nicht gesehen und so verebbte der Vorteil nach und nach wieder. Zum Ende entstand ein ausgeglichenes Turmendspiel, bei dem Gewinnversuche für beide Seiten höchst riskant gewesen wären. So einigte man sich auf Remis. (17 : 10)

Jürgen wählte mit den weißen Steinen die Italienische Partie. Er geriet in eine für ihn unangenehme Variante mit einem isolierten Zentralbauern. Nach 14 Zügen Theorie schlichen sich bei beiden Gegnern kleine Ungenauigkeiten ein, die sich aber gegenseitig neutralisierten, so dass bis zum 32. Zug keiner der Kontrahenten einen Vorteil von mehr als 0,3 erreichen konnte. Dann aber musste Jürgen den einzigen Zug finden, er fand nur den zweitbesten, und stand schlecht, fast auf Verlust. Sein Gegner, nun mit einem Mehrbauern und Freibauern, spielte druckvoll weiter, Jürgen machte noch einen Fehler, und die Partie war verloren. (18 : 13)

Ein schöner Mannschaftssieg, der unseren Platz im oberen Mittelfeld absichert.