Sieg im Ortsderby
Gegen unseren Gast SK Münster 11 war unsere Mannschaft favorisiert, aber ein Sieg war auch nötig, um weiterhin in der Spitzengruppe mitzuspielen.
Christian wählte als Weißer das Londoner System. Nach Abtausch aller Springer übten die beiden Läufer seines Gegners beträchtlichen Druck auf seinen Königsflügel aus. So blieb Christian nichts anderes übrig, als sich schon im 18. Zug auf eine dreimalige Stellungswiederholung einzulassen. (½ : ½)
An Brett zwei spielte Jannik mit Weiß eine seiner bevorzugten Eröffnungen. Schwarz war dieser Stellungstyp nicht bekannt, und er geriet alsbald in große Schwierigkeiten. In der Folge büßte er mehrfach Material ein und schon bald konnte Jannik den Sieg verbuchen. (1½ : ½)
Lennard konnte seine Partie schon nach wenigen Zügen für sich entscheiden. Nachdem die Eröffnung noch ausgeglichen verlief, verschätzte sich sein Gegner bei einer Abtauschsequenz und verlor dabei eine Figur. Wenig später übersah er noch eine Springergabel und gab daraufhin bei hoffnungsloser Stellung auf. (2½ : ½)
Ralf musste mit den schwarzen Steinen gegen ein junges, sehr unternehmungslustiges Mädchen antreten, das von vornherein mit taktischen Manövern das Spiel an sich reißen wollte. Aber ein frühes Scheinopfer von ihr konnte Ralf durch einen Läufereinschlag auf f2 kontern, und ihr so das Rochaderecht nehmen. Wenig später konnte Ralf durch einen Läuferspieß noch die Dame gewinnen. Seine Gegnerin spielte aber unverdrossen und ideenreich weiter, und schlug eine Figur, die wegen Matt nicht wieder genommen durfte. Aber Ralf gelang es mit einer Serie von Damenschachs die Figur zurück zu gewinnen. Er musste dann noch gefährliche Turmattacken abwehren, aber danach setzte sich seine materielle Überlegenheit durch und er gewann das Spiel. (3½ : ½)
An Brett eins traf Hans auf einen Gegner, der gemeinsam mit seiner an Brett sechs spielenden Ehefrau für dieses Spiel aus der Schweiz angereist war! Aufs Brett kam Katalanisch. Der spielstarke Weißspieler (ELO über 1700) versuchte, Druck zu machen, machte gegen die solide Verteidigung von Hans aber keine entscheidenden Fortschritte und konnte nicht verhindern, dass Hans die Stellung ausglich. Als der Mannschaftskampf zugunsten unseres Teams entschieden war, stellten beide Seiten ihre Angriffsbemühungen ein und einigten sich auf ein Remis. (4 : 1)
Heiner spielte mit den weißen Figuren die längste Partie seines Lebens. Sie verlief zunächst ausgeglichen, aber anstatt seine Eröffnung mit der Rochade abzuschließen, wich er einem Abtauschangebot aus und geriet so in Schwierigkeiten. Nachdem er das Spiel wieder ausgeglichen hatte, verschlechterte sich seine Stellung wieder, weil er einem Turmtausch auswich und seiner Gegnerin dadurch die e-Linie überließ. Einen überflüssigen Qualitätsverlust durch eine Springergabel konnte er dann trotz großer Bemühungen nicht mehr wettmachen, und so entschied schlussendlich ein unaufhaltsamer Freibauer das Spiel zu seinen Ungunsten. (4 : 2)
Nach diesem souveränen Mannschaftssieg können wir alle ganz entspannt Weihnachten feiern.