Montag, 1. Dezember 2025 - Andreas Junk

Hiltrup erreicht Halbfinale des Viererpokals – Christian Buchholz mit entscheidendem Sieg

Die Pokalvier des SC Hiltrup konnte sich am 1. Adventssonntag gegen die Auswahl der Schachfreunde aus Beelen knapp durchsetzen. Die Begegnung fand auf dem letztmöglichen Tag statt und auch die Startzeit war für beide Teams offenbar nicht die angenehmste – wenigstens wir hatten ein klein wenig mit dem Personal zu kämpfen.

In der Aufstellung Stefan Voigt – Christian Buchholz – Peter May – Andreas Junk ging es gegen die uns bestens bekannten Schachfreunde aus Beelen, die einen Mix aus erster und zweiter Mannschaft gegen uns aufstellten. Der kurzfristig zum Pokalcaptain beförderte Andreas sah dann auch nach einer Stunde vertraute Stellungsbilder an allen Brettern – jeder ging nach seinem Temperament voran und von sicher bis superscharf war mal wieder alles an Würze im Hiltruper Spiel. Peter May nutzte die weißen Steine, um seinem Gegner Wolfgang Henke möglichst aktiv zuzusetzen, doch für den Doppelbauern, den er dem Beelener Captain verpasst hatte, bekam Schwarz einige Tempi und zügig auch offene Linien. Christian und Stefan befanden sich auf sehr sicheren Pfaden und tauschten nicht so freudig und so schnell ab, wie zum Beispiel Peter oder auch Andreas, bei dem einige Leichtfigurenpaare sehr bald zurück ins Körbchen durften. Andreas hatte ausgangs der Eröffnung einen ordentlichen Zeitvorteil gegen Rudolf Radinger heraus gespielt, musste jedoch, als er zum Sturm ansetzen wollte, einen Bauern ins Geschäft stecken, um die Partie im dynamischen Gleichgewicht zu halten.

Nach zwei Stunden war es auf einmal aus am Brett 3 und Peter gratulierte Wolfgang Henke zum Sieg. Die Dynamik, die der Schwarze entwickelt hatte, war für unseren Haudegen dann doch überzeugend genug. In den anderen Partien blieben Stefan und Andreas in Stellungen zum Wohlfühlen, bei der Partie von Christian gegen Markus Hofene musste ordentlich gerechnet werden, um eine für zunächst zwei Bauern ins Geschäft gesteckte Figur als Investition und nicht als Verlust zu verbuchen. Christian konnte aber im weiteren Verlauf noch eine Qualität gewinnen und hatte im entstandenen Endspiel leichten Materialvorteil.

Währenddessen verbesserte auch Stefan gegen Marcel Gäbler nach und nach seine Stellung und sackte zwei Bauern ein, als es in den Übergang ins Damenendspiel mit ungleichfarbigen Läufern ging. Es war eine der Stellungen, die man nach schachspielerischem Ermessen nur mit Glück gewinnen und kaum noch verlieren konnte. Andreas verpasste kurz vor der Zeitkontrolle die Chance, seine Aktivität in Material(rück)gewinn umzumünzen. Die Aussicht, mit einem Mehrbauern zu verbleiben, dem Gegner aber zwei verbundene entfernte Freibauern zu überlassen, fühlte sich nicht gut an. Bei der Überprüfung von Abtauschkombinationen schwand schließlich der Zeitvorteil, aber in der Partie spielte nur Andreas „nach vorne“ und hatte wenigstens einen psychologischen Vorteil.

Das Blatt wendete sich kurz vor Ende der vierten Stunde und Christian wurde zum Held des Tages. Er brachte seine Bauernmehrheit vom Turm unterstützt so in Bewegung, das Markus Hofene schließlich aufgab. Mit dem Sieg an Brett 2 (bei Peters Niederlage an 3) hatten die Hiltruper nun die Nase vorn und Stefan und Andreas konnten ihre Partien auf Remis spielen. Andreas bot in einer Schaukel, nach der eine Stellungswiederholung „drohte“, Remis an und Rudof Radinger nahm an. Wenige Momente danach einigte sich Stefan auch mit Marcel Gäbler auf die Punkteteilung und der Endstand von 2:2 Brettpunkten bei besserer Berliner Wertung für uns war gesichert.

Im Halbfinale steht auch die Vertretung von Schach Nienberge, dazu kommen die Sieger der Begegnungen SK32 – Drensteinfurt und Dülmen – Billerbeck. Die zweite Runde ist zu spielen bis zum 25.1.26.