Knapper Sieg im Auswärtsspiel zuhause
Gegen Mannschaften des SK Münster zu spielen, ist immer unvorhersehbar, da man bei diesem Verein mit seinen zahlreichen jungen Talenten sehr oft auf starke Gegner trifft. Nicht überraschend standen sie weit oben in der Tabelle, es war also ein spannendes Match zu erwarten.
Nach einer ausgeglichenen Eröffnung vernachlässigte Ralfs Gegner die Deckung eines Springers und verlor ihn. Einige Züge später gab Ralf ein verheerendes Abzugsschach, der schachbietende Turm schlug einen Bauern und ging verloren, aber seine dahinter lauernde Dame konnte anschließend ihre Gegenspielerin vom Brett nehmen. Die letzte gegnerische Hoffnung auf ein Grundlinienmatt mit den beiden Türmen, wehrte Ralf ab. Er ging sofort mit seinen Schwerfiguren zum Gegenangriff über und erzwang die Aufgabe einen Zug vor dem Matt. (1 : 0)
Marita bekam es mit einer ganz jungen Gegnerin zu tun, die aber extrem gut Schach spielen konnte. Zwar konnte Marita in einer taktisch schwierigen Situation eine Figur gewinnen, aber viel Freude hatte sie daran nicht. Denn sie wurde immer weiter zurück gedrängt, und konnte fast keine Figur mehr sinnvoll bewegen. Nicht einmal Figurentausche waren möglich. Währenddessen stellte ihre Gegnerin ihre Figuren wirkungsvoll auf, ging zum Mattangriff über und konnte dabei sogar Material zurückgewinnen. Obwohl Marita eine bekannt zähe Kämpferin ist, blieb ihr in dieser hoffnungslosen Lage nur die Aufgabe. (1 : 1)
Das Spiel endete bereits nach 19 Zügen mit einem Sieg für Christian. Seine Gegnerin hatte ein zweizügiges Matt übersehen. Nach der Eröffnung kam es zum Abtausch mehrerer Bauern und Figuren im Zentrum. Am Ende bedrohte Christians Turm einen Springer auf der D-Linie. Seine Gegnerin zog den Springer dann so weg, dass Christian sie mit dem Turm auf der Grundreihe mattsetzen konnte. (2 : 1)
Janniks Partie an Brett zwei, soviel sei gleich zu Anfang gesagt, ging überzeugend an die gegnerische Mannschaft, und daran war an diesem Tag auch nicht zu rütteln. Aus der englischen Eröffnung heraus dominierte der weißfeldrige Läufer die Position derart, dass Jannik alles daran lag, diesen abzutauschen. Dies gelang, allerdings auf Kosten eines Bauerns, welcher einige Züge vorher vielleicht ein wenig leichtsinnig vorgeprescht war. Es gelang unserem Spieler zwar, Gegenspiel aufzubauen. Sein Gegner wiederum übte sich in Geduld und konsolidierte seine wenigen Schwachstellen, bevor er mit Dame und Türme zum Schlussangriff ansetzte. Selten war es angebrachter zu sagen, dass Weiß hier nichts hat anbrennen lassen. (2 : 2)
An Brett 1 spielte Hans mit Weiß gegen einen Gegner, der die ersten beiden Partien gewonnen hatte und entsprechend selbstbewusst zu Werke ging. Dem Schwarzspieler gelang es alsbald, durch originelles Spiel incl. Mattdrohungen drei Leichtfiguren abzutauschen und so dem Spiel einen offenen Charakter zu verleihen. Auch im Mittelspiel setzte er sein offensives Spiel fort und versuchte, auf die weiße Königsstellung zu drücken. Hans versuchte seinerseits einen Isolani des Schwarzen zu attackieren. Beim Versuch das Gleichgewicht zu halten fand der Schwarzspieler nicht die stärksten Züge und schwächte zudem seine Grundreihe. Hans gelang es in der Folgezeit einen Bauern auf b7 zu bringen, der die Partie endgültig entschied. Als ein Turm verloren ging gab Schwarz die Partie nach 31 Zügen auf. (3 : 2)
Gegen Kalles Englisch spielte sein Gegner d5. Nach dem anschließenden Bauerntausch zog sich die gegnerische Dame wieder nach d8 zurück. Dieses und ähnliche Manöver brachten Kalle einigen Vorteil und Entwicklungsvorsprung. Er rochierte alsbald, sein Gegner nicht. Kalle stellte seine Türme zentral auf und hatte nach Damentausch ein deutliches Übergewicht. Die anderen Partien waren mittlerweile beendet, unsere Mannschaft führte knapp. In dieser Situation nahm Kalle das Remisangebot gerne an und sicherte so den Mannschaftssieg.
Ein knapper Sieg gegen einen starken Gegner, auswärts, aber fast direkt vor der eigenen Haustür - damit kann man leben.